Orthopädisch-Traumatologisches Centrum Mönchengladbach

Facharztpraxis für Orthopädie, Unfallchirurgie, Chirurgie, Sportmedizin, Akupunktur, Chirotherapie, Durchgangsärzte der Berufsgenossenschaften (D-Ärzte)

Infiltrationsbehandlung

Die Infiltrationstherapie hat einen festen Platz in der konservativen orthopädischen Therapie. Vielfältige Areale wie z.B. Sehnen, Muskeln und Gelenke können so effektiv und mit schnellem Wirkeintritt behandelt werden. Hierbei kann vor Ort einen hohe Wirkstoffdosis eingebracht werden, ohne den gesamten Körper, wie z.B. bei einer Tablettenbehandlung, zu belasten. Folgende Medikamenten-Kombinationen kommen hierbei zum Einsatz:

Lokale Betäubungsmittel

Bei der alleinigen Verwendung von lokalen Betäubungs-/Schmerzmitteln kann kurzzeitig eine starke Schmerzreduktion erreicht werden. Dies kommt zum Einsatz bei sehr starken Schmerzen im Rahmen einer Akutbehandlung oder aber als sogenannte diagnostische Infiltration. Bei der diagnostischen Infiltration wird stufenweise im Ausschlußverfahren durch Injektion an verschiedenen Stellen der Hauptort der Beschwerden herausgefunden.

Lokale Betäubungsmittel + Cortison

Hierbei handelt es sich um eine therapeutische Infiltration bei der ein länger wirkendes Schmerz-/Betäubungsmittel in Kombination mit einem Cortison verwendet wird. Zunächst wirkt das schmerzstillende Medikament, während mit einer Verzögerung der entzündungshemmende Mechanismus des Cortisons greift. Häufig wird diese Kombination im Rahmen einer Therapie mehrfach angewendet um einen Langzeiteffekt zu erreichen. Im Bereich der Sehnenbehandlung ist jedoch der Einsatz von Cortison zurückhaltend zu sehen da eine zu große lokale Cortison-Dosis zu einer Sehnenschädigung führen kann.

Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure wird häufig für die Gelenkinfiltration verwendet. Einsatzgebiete sind aber auch degenerative Veränderungen und auch Zustände nach frischen Verletzungen an Sehnen. Im Gelenkinstitut wird diese Methode häufig und mit gutem Erfolg angewendet. Durch das Hyaluron kann die Sehnenfunktion durch die verbesserte Gleitfähigkeit deutlich verbessert werden. Üblicherweise erfolgt eine drei- bis fünfmalige Behandlung im Abstand von einer Woche.

Eigenbluttherapie (PRP)

Bei der Eigenblutherapie wird zunächst durch eine Blutentnahme körpereignes Material gewonnen, anschließend zentrifugiert und aufgearbeitet und nachfolgend der stammzellenhaltige, körpereigene Anteil in das betroffene Areal infiltriert. Bei dieser Therapie macht man sich die körpereigenen Heilungskräfte zu Nutze und kann auf die Zugabe von Medikamenten verzichten.